FAZ 16.01.2026
13:15 Uhr

Achtjähriger vermisst: Polizei nimmt familiäres Umfeld in den Blick


Noch immer fehlt jede Spur von dem acht Jahre alten Noah, der am Mittwoch in Frankfurt verschwunden ist. Die Polizei geht weiter Hinweisen nach und schließt dabei auch einen familiären Hintergrund nicht aus.

Achtjähriger vermisst: Polizei nimmt familiäres Umfeld in den Blick

Nach dem Verschwinden des acht Jahre alten Noah aus Frankfurt verdichten sich die Hinweise, dass möglicherweise ein familiärer Hintergrund eine Rolle spielt. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wird derzeit mehreren Hinweisen nachgegangen, die Aufschluss darüber geben könnten, wo sich der Achtjährige aufhält. Unter anderem werde das familiäre Umfeld des Kindes verstärkt in den Blick genommen. „Die Ermittlungen verdichten sich aktuell in diesem Bereich.“ Am Donnerstag hatte die Polizei mit Booten und einem Hubschrauber nach dem Jungen gesucht – aber ohne Erfolg. Ein Großaufgebot von Bereitschaftspolizisten durchsuchte das Umfeld der im Frankfurter Bahnhofsviertel gelegenen Schule. In der Nähe wurde schließlich sein Rucksack gefunden. Zuvor hatte die Polizei ein Foto des Jungen im Internet veröffentlicht. Zahlreiche Hinweise sind seitdem bei der Polizei eingegangen. Suche rund um die Schule Fest steht, dass er am Mittwochmorgen gegen 8 Uhr an der Weißfrauenschule, einer Einrichtung mit dem Schwerpunkt auf  Sprachheilförderung, von einem Fahrdienst abgesetzt worden war. Nachdem er nicht zum Unterricht erschien, wurde er als vermisst gemeldet. Die Polizei leitete daraufhin eine groß angelegte Suche ein. „Die Suche wurde durch Boote der Wasserschutzpolizei sowie durch einen Hubschrauber der Polizeifliegerstaffel unterstützt, um ausschließen zu können, dass sich der vermisste Noah noch im räumlichen Umfeld der Schule aufhält“, sagte der Sprecher weiter. Zudem wurden die Bilder der Videokameras im Frankfurter Bahnhofsviertel sowie weitere Kameraaufzeichnungen ausgewertet. Der vermisste Junge ist inzwischen auch in das KI-basierte Fahndungssystem aufgenommen worden, das es ermöglicht, dass speziell geschaltete Kameras per Gesichtserkennung einen Treffer anzeigen, sollte der Gesuchte in den Blickwinkel der Kameras gelangen. Der Sprecher sagte, damit erhoffe man sich, „durch die KI-gestützte Echtzeit-Fernidentifizierung weitere Anhaltspunkte erlangen zu können“. Potentielle Zeugen werden weiterhin gebeten, ihre Feststellungen der Polizei mitzuteilen. Hinweise nehmen die Ermittler unter der Rufnummer 069 / 755 51199 entgegen. Zeugen können sich aber auch an jede andere Polizeidienststelle wenden.